Leben ist mehr...


Christliche Förderschulen brauchen Hilfe

Echte Chancengleichheit in einem bunten, vielfältig aufgestellten Schulsystem, das wünschen sich Dr. Martin Degner und Dr. Björn Starke vom Christophoruswerk Erfurt sowie Christoph Stolte, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschlands, für die Förderschulen in diakonischer Trägerschaft. "Wir brauchen eine bessere finanzielle Unterstützung vom Land Thüringen", betonten sie in einem Pressegespräch mit dem Journalisten Hanno Müller von der Zeitungsgruppe Thüringen. Denn Schüler an diakonischen Förderschulen seien im Vergleich mit Schülern an staatlichen Schulen einer erheblichen finanziellen Ungleichbehandlung ausgesetzt. So erhält ein Schüler an einer diakonischen Förderschule gerade einmal 60 Prozent dessen, was das Land für einen Schüler an einer staatlichen Schule bereit ist zu zahlen. "Hier muss ein Umdenken einsetzen" fordern Stolte, Starke und Degner mit Blick auf die Regierungsbildung und die anstehenden Haushaltsverhandlungen im Freistaat. Sie machten auch deutlich, dass viele Eltern schon jetzt wegen des hohen Unterstützungsbedarfs ihrer Kinder an der finanziellen Belastungsgrenze seien. Schulgeld zu erheben, um die Schulen finanziell besser auszustatten, sei deshalb unmöglich und auch nicht gewünscht.

 

Dornenkrone erblühte im Gottesdienst

Was wären die Bibel und vor allem die Weihnachtsgeschichte ohne Maria? Maria, die Mutter Gottes und Symbol für Reinheit und Sanftmut, war Thema des traditionellen Gottesdienstes, den das Christophoruswerk Erfurt immer in der Vorweihnachtszeit in der Thomaskirche in Erfurt feiert. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Musical, das Kantor Michael Jahn extra für die seit 17 Jahren bestehende Musik- und Theatergruppe des Werkes geschrieben hatte. Angehörige verschiedener Bereiche der Christophorus-Gemeinde - Menschen mit und ohne Behinderung  - führten es am Dienstag unter großem Applaus gemeinsam in der Thomaskirche auf.  „Maria durch ein Dornwald ging“, dieses bekannte Lied zum Advent wurde am Ende des Gottesdienstes eindrucksvoll in Szene gesetzt, als die Mitwirkenden des Stücks eine Dornenkrone im Altarraum der Kirche mit Rosen bestückten (Foto: Christophoruswerk Erfurt). Die im Gottesdienst gesammelte Kollekte von 874 Euro kommt dem Förderverein des Christophoruswerkes zugute.

Ruhestand für „Urgestein“ des Christophoruswerkes

Zum Abschied gab es Blumen, Geschenke, viele Umarmungen und einige Tränen: 30 Jahre lang war Michael Altmann (Bild rechts) in verschiedenen Funktionen im Christophoruswerk Erfurt beschäftigt – jetzt geht er in den verdienten Ruhestand. Dr. Björn Starke, der Geschäftsführer des Christophoruswerkes (links), bezeichnete Michael Altmann in seiner Laudation als „Urgestein“ des Werkes. Er verkörpere die Werte des Christophoruswerkes wie kaum jemand sonst. „Ruhig, besonnen und immer mit einem offenen Ohr für Mitarbeitende und Beschäftigte“, so beschrieb Starke den engagierten Christen Altmann, der 1988 als Gruppenleiter in der damaligen Christophorus-Tagesstätte begonnen hatte. Seit 1991, dem Jahr der Gründung des Christophoruswerkes, war Altmann im Begleitenden Dienst der Werkstätten tätig, zunächst als Mitarbeiter, seit 2001 als Leiter dieses Bereichs. Im selben Jahr kam die Aufsicht über den Berufsbildungsbereich der Christophorus-Werkstätten dazu. Nicht selten stellten in diese Aufgaben vor große Herausforderungen – viele Umbrüche waren in den zurückliegenden Jahren zu meistern. Seinem eigenen Anspruch, dennoch immer für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da zu sein, meisterte Altmann dennoch mit Bravour. Das jedenfalls unterstrichen seine Kolleginnen und Kollegen in ihren Reden zum Abschied. „Vertraut den neuen Wegen“, dieses Lied von Klaus-Peter Hertzsch wurde während der Andacht für Michael Altmann gesungen. Mögen diese Wege viel Schönes für Sie bereithalten, lieber Michael Altmann!


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