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Team vom Thüringen Journal drehte am Ringelberg

Wie geht es den Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Zeiten von Corona? Dieser Frage ging ein Team vom MDR Thüringen Journal am 23. April bei einem Besuch im Christophoruswerk nach. Redakteurin Johanna Hoffmeier sah sich für ihren Beitrag in der Wäscherei, der Nähwerkstatt sowie in der Abteilung „Verpackung und Montage“ um. Überall läuft der Betrieb auf Sparflamme, fast alle Beschäftigten der Werkstätten müssen wegen der Infektionsgefahr zu Hause bleiben. Dennoch wird die Produktion dank vieler engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitestgehend aufrechterhalten. Die Beschäftigten in den Werkstätten warten sehnsüchtig darauf, bald wieder arbeiten zu dürfen. Das unterstrich der Geschäftsführer der Christophoruswerkes, Dr. Björn Starke, im Interview. Zur großen Freude des Teams gab es am Ende des Drehs hübsche Mundschutzmasken aus der Nähwerkstatt – auch Journalisten müssen sich selbst und andere schließlich schützen!

Frühstück als Dankeschön von der Geschäftsführung

Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt ein Sprichwort. Das gilt erst recht in diesen Zeiten. Die Geschäftsführung des Christophoruswerkes hat sich deshalb entschlossen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den verschiedenen Standorten des Werkes immer donnerstags ein Frühstück auszugeben. Diesmal lagen die Vorbereitungen beim Team vom Tegut… Lädchen in Dachwig (Bild) . Das Lädchen wird, so wie ein weiteres in Marbach, vom Inklusionsbetrieb, der Christophorus Dienstleistungen gGmbH Erfurt, betrieben. Diese Geschäfte sind mehr als eine Möglichkeit, einzukaufen: Menschen mit Einschränkungen erhalten dort einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz oder die Möglichkeit für Praktika. Geboten werden auch sogenannte Außenarbeitsplätze. Diese befinden sich außerhalb einer Werkstatt für behinderte Menschen. „Wir sind jetzt ganz besonders auf Zusammenhalt und Solidarität im Christophoruswerk angewiesen“, sagt Andreas Otto, der Geschäftsführer des Inklusionsbetriebes. „Das Frühstück soll eine kleine Anerkennung für das außergewöhnliche Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.“

Ostern im Christophoruswerk: Wir feiern trotzdem!

Ostern ist eines der zentralen Feste für Christinnen und Christen: Die Passionszeit ist zu Ende, Jesus ist auferstanden, Neues kann wachsen und entstehen! Das feiern wir im Christophoruswerk – trotz Corona. In unseren Wohnhäusern ist die Vorfreude groß, die Oster-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Auch wenn in diesem Jahr manches anders sein wird: Spaziergänge im eigenen Garten, Picknick direkt am Wohnhaus, Kontakt zu den Angehörigen über Telefon und Postkartenversand, all das findet trotz Corona statt. „Wir haben jede Menge gute Ideen für die Ostertage“, sagt Nicole Oberländer, die Leiterin des Bereichs „Wohnen“ im Christophoruswerk. „Singen, basteln, tanzen und natürlich lecker essen, all das geht auch im eigenen Garten oder notfalls drinnen“, sagt sie. Im Johann-Wichern-Haus in Erfurt- Bischleben dürfen sich die Bewohnerinnen und Bewohner jeden Abend auf ein besonderes Highlight freuen: Auch über Ostern wird von den Nachbarbalkonen für die Menschen mit Behinderung musiziert. Vielen Dank dafür! Und frohe Ostern euch allen! Wir fühlen uns mit allen verbunden – mit dem Kinder- und Jugendwohnheim, mit dem Christophorushaus in Hochheim, mit den Wohnhäusern in Gotha und in Erfurt-Nord sowie mit unseren Außenwohngruppen!

Grüße und gute Wünsche senden wir auch allen Klientinnen und Klienten, Schülerinnen und Schülern und Beschäftigten des Christophoruswerkes, die seit nunmehr drei Wochen zu Hause sind und wichtige Kontakte nur sporadisch pflegen können.