Leben ist mehr...


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Willkommen im Christophoruswerk Erfurt! Leben ist mehr – dies ist der Leitspruch für unser Zusammenleben im Christophoruswerk und für unsere tägliche Arbeit. Unser Leitbild ist an den christlichen Glauben angelehnt: Leben ist mehr als essen, trinken und versorgt werden. Gutes Leben bedeutet auch Akzeptanz, Gleichberechtigung und Teilhabe – für jeden von uns und vor allem auch für die über 700 Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder sozialen Beeinträchtigungen, die im Christophoruswerk Erfurt leben, lernen, wohnen und arbeiten. Gemeinsam mit mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestalten sie ihren Alltag an mehr als 25 verschiedenen Standorten in und um Erfurt und in Gotha, in unseren Werkstätten, in der Christophorus-Schule, in unseren Wohnheimen und Tagesstätten.<

Saubere Sache: Der MP in der Wäscherei

Waschen, bügeln, fertig:  Viele namhafte Thüringer Firmen, aber auch Privatpersonen  lassen ihre Oberhemden regelmäßig  in der modernen Wäscherei des Christophoruswerkes Erfurt am Ringelberg reinigen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow  informierte sich am Dienstag vor Ort, direkt in der Wäscherei,  bei Hauswirtschaftsleiterin Oktavia Köllner (neben Ramelow) und ihren Kollegen  über deren  umfangreiches Aufgabengebiet. Dies umfasst nicht nur die Reinigung von Arbeitsbekleidung und medizinischer Wäsche, sondern auch die von Tischdecken, Bettwäsche und vielem mehr. Begleitet wurde Ramelow von Thüringens Arbeitsministerin Heike Werner sowie den Vertretern sämtlicher Spitzenverbände, die in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen organisiert sind.  Hierzu zählen u.a. die Diakonie, das DRK, die Caritas und die AWO. Die Vertreter der Verbände  hatten sich am Dienstag mit Mitgliedern der  Landesregierung zu einer Tagung in den Werkstätten des Christophoruswerkes am Ringelberg getroffen.

Werkstatt-Beschäftigte übergeben Resolution

„Kompetenzzentren für Inklusion“ und „Brückenbauer in ein selbstbestimmtes Leben“ - so nennt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Mitte März hatte der Ministerpräsident die Werkstatt des Christophoruswerkes  in der Leipziger Straße in Erfurt besucht und sich dort über die vielfältigen Arbeitsfelder informiert. Denn Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind längst keine „Bastelbuden“ mehr, sondern oft gut geführte, erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen. Zurzeit gibt es viele Fragen zur Zukunft dieser Werkstätten: Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und eine damit verbundene verstärkte Inklusion auf ganz verschiedenen Ebenen verursachen auch Angst und Verunsicherung. Nicht wenige Beschäftigte  im Christophoruswerk fürchten sogar um den Bestand der Werkstätten. Nancy Frind und Torsten Glaßer vom Werkstattrat übergaben dem Ministerpräsidenten deshalb eine Resolution. Darin sprechen sich die Beschäftigten des CWE für den Erhalt ihrer Werkstätten aus.
Ramelow zeigte sich beeindruckt von so viel Engagement: „Dass wir dabei noch längst nicht am Ziel sind, das viel zu tun ist und noch immer sehr viele Menschen mit Behinderungen gänzlich von Teilhabe am Erwerbsleben ausgeschlossen sind, das ist mir bewusst und das haben auch die Mitglieder des Werkstattrates deutlich gemacht“, sagte er .


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