Leben ist mehr...


Lions übergeben 2300 Euro für Schmiede-Projekt

Es ist schon gute Tradition, dass der Lions Club „ Meister Eckhard“ immer zu Beginn des neuen Jahres engagierte Ehrenamtliche in die Christophorus-Schule einlädt. Die Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Initiativen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, dürfen sich dann auf einen warmen Geldregen freuen: Die Einnahmen aus dem Verkauf von Glühwein in der Weihnachtszeit in der Erfurter Innenstadt werden verteilt.  18.500 Euro gingen in diesem Jahr an die in der Schule versammelten Ehrenamtlichen aus den Bereichen Sport, Musik, Bildung und Kultur. Auch die Christophorus-Schule wurde bedacht: In zünftiger Arbeitskluft, in Arbeitsschürze und Kappe, nahm Dr. Martin Degner, der Leiter der Schule, einen Spendenscheck über 2300 Euro entgegen. Damit soll eine Schmiede auf dem Schulgelände erweitert werden – ein Projekt, in dem sich praktische Arbeit und sinnliche Erfahrungen wie große Hitze, Lärm und Schmutz verbinden und das sich bei den Schülerinnen und Schülern großer Beliebtheit erfreut. Bei cooler Musik von der Erfurter Band „Para Vida“ wurde im Anschluss an die Spendenübergabe gefeiert; für das leibliche Wohl der Gäste sorgten die jungen Leute von der Schüler-Firma des Christophoruswerkes – es gab Pizza für alle.

 

Christliche Förderschulen brauchen Hilfe

Echte Chancengleichheit in einem bunten, vielfältig aufgestellten Schulsystem, das wünschen sich Dr. Martin Degner und Dr. Björn Starke vom Christophoruswerk Erfurt sowie Christoph Stolte, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschlands, für die Förderschulen in diakonischer Trägerschaft. "Wir brauchen eine bessere finanzielle Unterstützung vom Land Thüringen", betonten sie in einem Pressegespräch mit dem Journalisten Hanno Müller von der Zeitungsgruppe Thüringen. Denn Schüler an diakonischen Förderschulen seien im Vergleich mit Schülern an staatlichen Schulen einer erheblichen finanziellen Ungleichbehandlung ausgesetzt. So erhält ein Schüler an einer diakonischen Förderschule gerade einmal 60 Prozent dessen, was das Land für einen Schüler an einer staatlichen Schule bereit ist zu zahlen. "Hier muss ein Umdenken einsetzen" fordern Stolte, Starke und Degner mit Blick auf die Regierungsbildung und die anstehenden Haushaltsverhandlungen im Freistaat. Sie machten auch deutlich, dass viele Eltern schon jetzt wegen des hohen Unterstützungsbedarfs ihrer Kinder an der finanziellen Belastungsgrenze seien. Schulgeld zu erheben, um die Schulen finanziell besser auszustatten, sei deshalb unmöglich und auch nicht gewünscht.

 

Dornenkrone erblühte im Gottesdienst

Was wären die Bibel und vor allem die Weihnachtsgeschichte ohne Maria? Maria, die Mutter Gottes und Symbol für Reinheit und Sanftmut, war Thema des traditionellen Gottesdienstes, den das Christophoruswerk Erfurt immer in der Vorweihnachtszeit in der Thomaskirche in Erfurt feiert. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Musical, das Kantor Michael Jahn extra für die seit 17 Jahren bestehende Musik- und Theatergruppe des Werkes geschrieben hatte. Angehörige verschiedener Bereiche der Christophorus-Gemeinde - Menschen mit und ohne Behinderung  - führten es am Dienstag unter großem Applaus gemeinsam in der Thomaskirche auf.  „Maria durch ein Dornwald ging“, dieses bekannte Lied zum Advent wurde am Ende des Gottesdienstes eindrucksvoll in Szene gesetzt, als die Mitwirkenden des Stücks eine Dornenkrone im Altarraum der Kirche mit Rosen bestückten (Foto: Christophoruswerk Erfurt). Die im Gottesdienst gesammelte Kollekte von 874 Euro kommt dem Förderverein des Christophoruswerkes zugute.