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Geschäftsführer des CWE auf Sommertour

Danke sagen und zuhören: Der Geschäftsführer des Christophoruswerkes Erfurt, Dr. Björn Starke (im Bild links), nutzt die nächsten Wochen, um möglichst viele Einrichtungen im Christophoruswerk zu besuchen. Gestern nahm er an einer Dienstberatung im Wohnhaus in der Spittelgartenstraße teil. Dort haben 30 Erwachsene mit einer geistigen Behinderung ihr Zuhause.  „Für viele von uns ist die Arbeit kein Job, sondern Berufung“, erfuhr Starke bei der Dienstberatung des dortigen Teams. Die Dankbarkeit der Bewohner gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei ein großes Geschenk, das manch eine Belastung relativiere, so das Feedback aus der Runde. Denn Schichtdienste, zeitweilige Personalknappheit und fehlende gesellschaftliche Anerkennung verlangen dem Team viel ab. Gefreut haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Unterstützung, die sie in der Akutphase der Corona-Krise von den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern erhielten. „Gut, dass es einen intensiven Austausch gab und wir uns kennenlernen konnten“, erfuhr der Geschäftsführer. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnhauses habe die Zeit des „Lockdowns“ einen großen Einschnitt dargestellt: Viele hätten den Besuch des Förderbereichs und der Werkstatt bitter vermisst.  „Echte Inklusion muss selbstverständlich werden“, hieß es aus der Runde. Denn nicht selten, nicht nur in der Akut-Phase der Corona-Pandemie, fühlten sich die Menschen mit einer geistigen Einschränkung vergessen.

Bundestagsabgeordnete Tillmann besuchte tegut… Lädchen

Post, Lottoannahmestelle, Getränkemarkt und nicht zuletzt Treffpunkt für das eine oder andere Schwätzchen – im tegut… Lädchen in Marbach kann man mehr als nur einkaufen. Davon überzeugte sich gestern auch die Erfurterin Antje Tillmann, die seit dem Jahr 2002 für die Thüringer CDU im Bundestag sitzt. Als finanzpolitische Sprecherin und Mitglied des Finanzausschusses ist sie Expertin in Sachen Geld. Und damit auch Ansprechpartnerin für ein Unternehmen wie die Christophorus Dienstleitungen gGmbH, die das tegut… Lädchen in Marbach betreibt. Die Besonderheit: Das Lädchen ist ein Inklusionsbetrieb – dort werden auch Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Für deren Belange machte sich Andreas Otto, Verwaltungsleiter im Christophoruswerk und Chef der Christophorus Dienstleistungen gGmbH (2. von links), bei Frau Tillmann stark. Denn auch im Christophoruswerk hat die Corona-Krise Spuren hinterlassen: So sind den Werkstätten Einnahmeverluste durch wegbrechende Aufträge entstanden. Das wiederum hat Auswirkungen auf den Lohn der Beschäftigten. Gutes gibt es jedoch aus dem Lädchen in Marbach zu berichten: Die Marbacherinnen und Marbacher nehmen das Lädchen gerne an. Seit kurzem gibt es dort einen neuen Marktleiter (im Bild links), der gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein gelungenes Einkaufserlebnis sorgt.

Corona und die Folgen: Bodo Ramelow zu Besuch im Christophoruswerk

„Betretungsverbot“ für die Werkstatt- und Förderbereiche, Notbetreuung und strenge Hygienepläne - auch im Werkstattbereich des Christophoruswerkes haben die zurückliegenden Wochen der Corona-Pandemie tiefe Spuren hinterlassen. Für die Menschen mit Behinderungen/psychischen Erkrankungen war die Zeit des „Lockdowns“ mit großen Entbehrungen und Verunsicherungen verbunden. Auf Einladung unseres Werkstattrats kam jetzt Thüringens Ministerpräsident Ramelow ins Christophoruswerk, um sich über die Erfahrungen in dieser Zeit berichten zu lassen. Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen sollten selbst entscheiden können, ob sie zur Arbeit gehen“, war eine der Forderungen, die dem Ministerpräsidenten in einer Talkrunde mitgegeben wurde. „Andere gingen in Kurzarbeit, uns wurde diese Möglichkeit verwehrt“, so eine Kritik des Werkstattrats in einem Positionspapier. Mit Blick auf die finanzielle Situation vieler Beschäftigter sprach sich die Geschäftsführung des Christophoruswerkes für einen unproblematischen Ausgleich für die Löhne der Beschäftigten aus, die in der Zeit des „Lockdowns“ gekürzt wurden. Zugleich forderte die Geschäftsführung die vollständige und vorbehaltlose Zahlung der vereinbarten Entgelte durch die Kostenträger, was leider trotz Klarstellung des zuständigen Ministeriums noch immer nicht flächendeckend der Fall sei. „Ich hoffe, dass wir einen erneuten flächendeckenden Lockdown vermeiden können“, betonte der Ministerpräsident in der Talkrunde. Jetzt seien Vernunft und Sachverstand angesagt, um neue Infektionen zu verhindern.