Leben ist mehr...


Endlich: Förderbereiche öffnen ab Montag wieder

Gute Nachrichten für die Menschen in unseren Förderbereichen und für deren Angehörige. Laut neuer Verordnung der Landesregierung vom 9. Juni ist das Betretungsverbot für Menschen mit Behinderung, die keiner Risikogruppe angehören, ab dem 15. Juni für die Förderbereiche aufgehoben. Das bedeutet, dass der Betrieb in unseren beiden Förderbereichen schrittweise wieder hochgefahren werden kann. Der Besuch in den Förderbereichen ist aber nur auf freiwilliger Basis möglich und unterliegt strengen Hygieneauflagen. „Wegen der Auflagen haben wir uns für ein Wechselmodell in der Betreuung entschieden“, erläutert Jens Kranhold, der Leiter des Fachbereichs Arbeit im Christophoruswerk. Das bedeutet, dass Gruppen gebildet werden, die jeweils wochenweise in den Förderbereichen sein werden, also wechseln. „Wir sind dabei, jetzt alles dafür Notwendige in die Wege zu leiten“, erklärt Jens Kranhold. Auch wenn damit noch nicht der Alltag einkehrt wie vor der Corona-Krise: Mitarbeitende und Klientinnen und Klienten freuen sich darauf, bald wieder ihre gewohnte Tagesstruktur vorzufinden.

Unterwegs für das Christophoruswerk: Unsere radelnde Diakonin

Das Christophoruswerk Erfurt hat ein neue Beauftragte für das geistliche Leben: Für zwei Jahre wird Dörte Tischoff die Vertretung von Marie-Luise Nikolaev übernehmen, die derzeit in Elternzeit ist. Viele kennen Dörte Tischoff vor allem radelnd: Das Fahrrad ist für sie, wenn sie für das Werk unterwegs ist, ihr wichtigstes Fortbewegungsmittel. Für ihre neue Aufgabe bringt Dörte Tischoff, die bislang in den Förderbereichen am Ringelberg und am Anger tätig war, beste Voraussetzungen mit: Sie ist nicht nur Erzieherin mit sonderpädagogischem Schwerpunkt, sondern verfügt auch über einen zweiten Berufsabschluss als Diakonin. „Glauben ist wie das Atmen und vollzieht sich für mich hauptsächlich in der Begegnung und in der Gemeinschaft mit Menschen“, sagt sie. „Wo Leben geteilt und gestaltet wird, beim Zuhören und in den Arm nehmen, beim Singen und Musizieren, beim Streiten und Versöhnen, da ist für mich Glauben“, sagt sie. Und ergänzt mit Blick auf die diesjährige Jahreslosung: „Mich einlassen auf das was kommt und Vertrauen wagen, trotz meiner Unsicherheit, meiner Zweifel und meiner Ängste - das lerne ich jeden Tag von den Klientinnen und Klienten. Sie sind mir zu Lehrmeistern geworden, was Glauben und auch was Leben betrifft.“ Fakt ist, dass Dörte Tischoffs Fahrrad in den kommenden beiden Jahren nur selten in der Ecke stehen wird: Denn als Beauftragte für das geistliche Leben ist sie ein gerne gesehener Gast in den verschiedenen Häusern des Christophoruswerkes. Wir wünschen allseits frohes Vorankommen!

Streich-Quintett vom Theater Erfurt gastierte im Hof des Christophorus-Hauses

Balsam für die Seelen der Bewohnerinnen und Bewohner unseres Wohnhauses in Erfurt-Hochheim mit Klängen von Tschaikowski und Felix Mendelssohn Bartholdy: Ein Streich-Quintett vom Theater Erfurt spielte sich mit einem Mini-Konzert im Hof des Hauses in die Herzen der Zuhörer.  Seit 13. März finden im Theater Erfurt wegen der Corona-Pandemie keine regulären Vorstellungen mehr statt; der Betrieb läuft auf Sparflamme. Das ist nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Musikerinnen und Musiker hart. Umso schöner, dass es auch dort, im Theater, unkonventionelle Ideen gibt, Menschen in diesen schwierigen Zeiten Freude zu schenken. Zum Beispiel mit Konzerten vor Altenheimen und Einrichtungen für Behinderte. Ein solches fand jetzt in Erfurt-Hochheim statt, sehr zur Freude der Bewohnerinnen und Bewohner und der Mitarbeitenden. Herzlichen Dank dafür!