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Bundestagsabgeordnete Tillmann besuchte tegut… Lädchen

Post, Lottoannahmestelle, Getränkemarkt und nicht zuletzt Treffpunkt für das eine oder andere Schwätzchen – im tegut… Lädchen in Marbach kann man mehr als nur einkaufen. Davon überzeugte sich gestern auch die Erfurterin Antje Tillmann, die seit dem Jahr 2002 für die Thüringer CDU im Bundestag sitzt. Als finanzpolitische Sprecherin und Mitglied des Finanzausschusses ist sie Expertin in Sachen Geld. Und damit auch Ansprechpartnerin für ein Unternehmen wie die Christophorus Dienstleitungen gGmbH, die das tegut… Lädchen in Marbach betreibt. Die Besonderheit: Das Lädchen ist ein Inklusionsbetrieb – dort werden auch Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Für deren Belange machte sich Andreas Otto, Verwaltungsleiter im Christophoruswerk und Chef der Christophorus Dienstleistungen gGmbH (2. von links), bei Frau Tillmann stark. Denn auch im Christophoruswerk hat die Corona-Krise Spuren hinterlassen: So sind den Werkstätten Einnahmeverluste durch wegbrechende Aufträge entstanden. Das wiederum hat Auswirkungen auf den Lohn der Beschäftigten. Gutes gibt es jedoch aus dem Lädchen in Marbach zu berichten: Die Marbacherinnen und Marbacher nehmen das Lädchen gerne an. Seit kurzem gibt es dort einen neuen Marktleiter (im Bild links), der gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein gelungenes Einkaufserlebnis sorgt.

Corona und die Folgen: Bodo Ramelow zu Besuch im Christophoruswerk

„Betretungsverbot“ für die Werkstatt- und Förderbereiche, Notbetreuung und strenge Hygienepläne - auch im Werkstattbereich des Christophoruswerkes haben die zurückliegenden Wochen der Corona-Pandemie tiefe Spuren hinterlassen. Für die Menschen mit Behinderungen/psychischen Erkrankungen war die Zeit des „Lockdowns“ mit großen Entbehrungen und Verunsicherungen verbunden. Auf Einladung unseres Werkstattrats kam jetzt Thüringens Ministerpräsident Ramelow ins Christophoruswerk, um sich über die Erfahrungen in dieser Zeit berichten zu lassen. Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen sollten selbst entscheiden können, ob sie zur Arbeit gehen“, war eine der Forderungen, die dem Ministerpräsidenten in einer Talkrunde mitgegeben wurde. „Andere gingen in Kurzarbeit, uns wurde diese Möglichkeit verwehrt“, so eine Kritik des Werkstattrats in einem Positionspapier. Mit Blick auf die finanzielle Situation vieler Beschäftigter sprach sich die Geschäftsführung des Christophoruswerkes für einen unproblematischen Ausgleich für die Löhne der Beschäftigten aus, die in der Zeit des „Lockdowns“ gekürzt wurden. Zugleich forderte die Geschäftsführung die vollständige und vorbehaltlose Zahlung der vereinbarten Entgelte durch die Kostenträger, was leider trotz Klarstellung des zuständigen Ministeriums noch immer nicht flächendeckend der Fall sei. „Ich hoffe, dass wir einen erneuten flächendeckenden Lockdown vermeiden können“, betonte der Ministerpräsident in der Talkrunde. Jetzt seien Vernunft und Sachverstand angesagt, um neue Infektionen zu verhindern.

Werkstattladen hat wieder geöffnet

Und zur Begrüßung eine Blume… Alle, die nichts mit Massenware am Hut haben, sondern die das Besondere lieben, dürfen sich freuen: Seit heute hat der Werkstattladen des Christophoruswerkes in der Allerheiligenstraße 8 wieder geöffnet (Mo. bis Fr. 10 bis 16 Uhr). Obwohl ein bisschen versteckt in einer Seitenstraße des Fischmarkts gelegen, ist der Werkstattladen längst kein Geheimtipp mehr. Töpferwaren, Kerzen, Stoffartikel und seit neuestem auch selbstgenähte Masken – jedes einzelne Stück im Laden ist einzigartig. Susanne Rilk und Kerstin Lindauer freuen sich jedenfalls auf Kundschaft nach der langen Zeit der Corona-Pause, auch wenn ein Hygienekonzept, Markierungen zum Einhalten von Abständen und ein Schutzglas an der Kasse an die Pandemie erinnern. Da hilft nur, sich an dem Schönen im Laden zu erfreuen und ganz nebenher auch noch Gutes für die Menschen mit Behinderung zu tun.