Leben ist mehr...


Ein Mal Nervenkitzel bitte!

Hinabsausen und das herrliche Gefühl im Bauch genießen, wenn man unten angekommen ist, bevor es wieder steil nach oben geht – die für eine Fahrt mit der Achterbahn muss man schon aus einem speziellen Holz geschnitzt sein! Achterbahn, Losbude, Geisterbahn - oder doch lieber der Autoscooter?! Es ist gar nicht so einfach, sich bei der Vielzahl der Angebote auf dem Erfurter Altstadtfrühling zu entscheiden. Ganz zu schweigen von den vielen Leckereien, die es auf so einem Rummel gibt. Mittlerweile ist es schon gute Tradition, dass eine große Gruppe aus dem Christophoruswerk Erfurt über den Altstadtfrühling flaniert und sich dort vergnügt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Schausteller, die auch in diesem Jahr wieder einen speziellen Tag für Menschen mit Behinderungen ermöglichten. Auf Einladung der Schausteller durften die Gäste sämtliche Fahrgeschäfte kostenlos nutzen. Geschenkt waren auch die Pommes Frites vom Kartoffelhaus Fischer aus Leipzig! Wenn das mal nichts ist….

Saubere Sache: Der MP in der Wäscherei

Waschen, bügeln, fertig:  Viele namhafte Thüringer Firmen, aber auch Privatpersonen  lassen ihre Oberhemden regelmäßig  in der modernen Wäscherei des Christophoruswerkes Erfurt am Ringelberg reinigen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow  informierte sich am Dienstag vor Ort, direkt in der Wäscherei,  bei Hauswirtschaftsleiterin Oktavia Köllner (neben Ramelow) und ihren Kollegen  über deren  umfangreiches Aufgabengebiet. Dies umfasst nicht nur die Reinigung von Arbeitsbekleidung und medizinischer Wäsche, sondern auch die von Tischdecken, Bettwäsche und vielem mehr. Begleitet wurde Ramelow von Thüringens Arbeitsministerin Heike Werner sowie den Vertretern sämtlicher Spitzenverbände, die in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen organisiert sind.  Hierzu zählen u.a. die Diakonie, das DRK, die Caritas und die AWO. Die Vertreter der Verbände  hatten sich am Dienstag mit Mitgliedern der  Landesregierung zu einer Tagung in den Werkstätten des Christophoruswerkes am Ringelberg getroffen.

Werkstatt-Beschäftigte übergeben Resolution

„Kompetenzzentren für Inklusion“ und „Brückenbauer in ein selbstbestimmtes Leben“ - so nennt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Mitte März hatte der Ministerpräsident die Werkstatt des Christophoruswerkes  in der Leipziger Straße in Erfurt besucht und sich dort über die vielfältigen Arbeitsfelder informiert. Denn Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind längst keine „Bastelbuden“ mehr, sondern oft gut geführte, erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen. Zurzeit gibt es viele Fragen zur Zukunft dieser Werkstätten: Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und eine damit verbundene verstärkte Inklusion auf ganz verschiedenen Ebenen verursachen auch Angst und Verunsicherung. Nicht wenige Beschäftigte  im Christophoruswerk fürchten sogar um den Bestand der Werkstätten. Nancy Frind und Torsten Glaßer vom Werkstattrat übergaben dem Ministerpräsidenten deshalb eine Resolution. Darin sprechen sich die Beschäftigten des CWE für den Erhalt ihrer Werkstätten aus.
Ramelow zeigte sich beeindruckt von so viel Engagement: „Dass wir dabei noch längst nicht am Ziel sind, das viel zu tun ist und noch immer sehr viele Menschen mit Behinderungen gänzlich von Teilhabe am Erwerbsleben ausgeschlossen sind, das ist mir bewusst und das haben auch die Mitglieder des Werkstattrates deutlich gemacht“, sagte er .


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