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„Der Bedarf an Pflege ist groß“

Fahrzeug der Christophoruspflege mit 5 Mitarbeitern

„Gibt es nicht schon genug Pflegedienste in Erfurt?" Diese Frage hat Schwester Judith vor Gründung des Ambulanten Pflegedienstes „Christophorus Pflege Erfurt“ öfter gehört.

Seitdem hat die Pflegedienstleiterin 100 Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrer Kartei aufgenommen. Dazu gehören sowohl Menschen mit Behinderungen als auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und allgemeinem Pflege- und Unterstützungsbedarf aller Altersstufen. „Unsere jüngste Patientin ist sechs Jahre alt, die älteste 95“, so Schwester  Judith.

Insgesamt werden derzeit 85 Erfurterinnen und Erfurter aktiv betreut und gepflegt – im gesamten Stadtgebiet. Um die rund 40 bis 45 Einsätze pro Tag leisten zu können, sind zu den vier Pflegefachkräften des Gründungsteams bereit zwei weitere Pflegekräfte hinzugekommen. „Nicht nur der Bedarf an Leistungen der Grundpflege und der medizinischen Behandlungspflege ist immer noch groß in Erfurt, auch der Wunsch nach zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen, allgemeiner Beratung sowie Vermittlung weiterer Dienste wie Mahlzeitendienste oder Kurzzeitpflege“, weiß Schwester Judith. Allein bei der Christophorus Pflege kommen jede Woche rund drei bis vier Neuaufnahmen hinzu.

Besonders freut sich Schwester Judith, dass der Pflegedienst am 27. April in neue, zentral gelegene Räumlichkeiten in der Magdeburger Allee 134 umziehen konnte. „Damit sind wir noch besser erreichbar und befinden uns in unmittelbarer Nachbarschaft von Ärzten und anderen Kooperationspartnern. Die enge Zusammenarbeit mit ihnen und anderen Partnern wie den Krankenhäusern, Sanitätshäusern und Krankenkassen im Sinne der Patienten ist neben der guten Zusammenarbeit im Team das A und O im Pflegedienst.“ Demnächst soll der neue Standort auch offiziell eingeweiht werden.

 

 

Spende für Schule

nach der übergabe

Große Freude an der Christophorus-Schule:

Dank einer Spendenzusage in Höhe von 2.000 Euro des IKEA-Lagers im Erfurter Güterverkehrszentrum konnten am 9. Mai 2018 in Anwesenheit der Schüler und Pädagogen zwei neue Therapiekeile offiziell eingeweiht werden, die der optimalen Lagerung, Sprach- und Bewegungsförderung von Kindern mit hohem Unterstützungsbedarf dienen.

Mit dabei waren auch Michael Göttsching von der BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, dem Logistikdienstleister des IKEA-Lagers, sowie BLG-Mitarbeiter Michael Wagner, der die Schule als Spendenempfänger vorgeschlagen hatte: „IKEA stellt jährlich 20 000 Euro für soziale Projekte zur Verfügung, für die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorschläge einreichen können“, so Göttsching. „Da unser Augenmerk schon immer auf Projekten für Menschen mit Behinderungen liegt, sind wir absolut überzeugt davon, dass unser Geld hier an der richtigen Stelle ankommt.“

Zu dieser Überzeugung trug auch der Bericht der sonderpädagogischen Fachkraft Susan Pupavac bei, die bereits erste Erfahrungen mit den Lagerungskeilen nach dem so genannten Pörnbacher Konzept machen konnte: „Eine Schülerin hat große Probleme mit dem Schlucken. Seit wir die Keile an der Schule nutzen können, kann sie deutlich besser schlucken und ist auch sprachlich viel aktiver geworden.“

Leider wird der Einsatz solcher Keile dennoch häufig nicht von den Krankenkassen übernommen. „Umso glücklicher sind wir über die Spende von IKEA, denn sie ermöglicht es uns, auch mit anderen Kindern spezielle Lernangebote, Bewegungs- oder Sprachübungen durchzuführen, die anders nicht machbar wären“, so Dr. Martin Degner.

 

 


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