caritas logo diakonie logo

Frauentagesstätte Röntgenstraße

 

Angebote für Frauen mit einer psychischen Erkrankung/seelischen Behinderung.

 

Röntgenstraße 28| 99084 Erfurt
Ansprechpartnerin: Katharina Piehler
Telefon: 0361-6005 118
Fax: 0361-6005 119
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

Wer kann aufgenommen werden?

Aufgenommen werden können Frauen ab 18 Jahren, die aufgrund einer psychischen Erkrankung Anspruch auf Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz (SGB XII: §§ 53,54 ) haben bzw. diese erhalten.


Wie erfolgt die Aufnahme?

Für eine Aufnahme wird benötigt:

  • die  Kostenzusage des zuständigen Amtes für Soziales und Gesundheit (Abteilung Beratung und Teilhabe),
  • ein ärztliches Attest ihres behandelnden Psychiaters / Psychiaterin, welches die Aufnahme aufgrund des vorliegenden Krankheitsbildes und/oder der aktuell vorliegenden Situation befürwortet.


Die erste Kontaktaufnahme zu uns kann über zwei Wege erfolgen:

  • Direkter Kontakt zum Amt für Soziales und Gesundheit entsprechend ihres Wohnortes. In Erfurt: Juri – Gagarin – Ring 150. 99084 Erfurt. Telefon: 655-610-1.
  • Telefonisch direkt zur Frauentagesstätte (0361-6005118). In diesem Falle werden wir Ihnen gerne noch offene Fragen über unsere   Arbeitsweise und Strukturen beantworten. Im Weiteren erhalten sie dann die Kontaktadresse des zuständigen Kostenträgers.


Bevor Sie entscheiden, ob Sie die Angebote unserer Einrichtung für Ihre persönliche Weiterentwicklung nutzen möchten, besteht die Möglichkeit, unsere Arbeitsweise nach vorheriger Absprache mit dem Kostenträger, direkt vor Ort kennen zu lernen.


Welche Leistungen bieten wir Ihnen an?

Die Angebote der Frauentagesstätte (FTS) sind darauf ausgerichtet, Sie bei der Gestaltung eines selbst bestimmten und im größtmöglichen Umfang von Fremdhilfe unabhängigen Lebens zu unterstützen.
Was grundsätzlich auch bedeutet, Sie nutzen unsere Angebote freiwillig und sind bereit, aktiv, im Rahmen ihrer Kräfte,  daran mitzuwirken.


Konkret bieten wir:

  • die Integration in eine soziale Gemeinschaft,
  • den Aufbau und den Erhalt einer Tagesstrukturierung
  • und rehabilitative Maßnahmen. Das bedeutet, dass wir Sie vorwiegend auf der Grundlage von ergotherapeutischen Modellen, systemischen Therapieverfahren und traumaspezifischen Ansätzen bei Ihrem Vorhaben unterstützen, die Einschränkungen Ihrer psychischen Erkrankung auf ein Minimum zu beschränken.


Den Fokus setzen wir dabei auf:

  • die Erhaltung der vorhandenen Selbständigkeit bzw. Unabhängigkeit von fremder Hilfe
  • die Aktivierung von bereits erworbenen Fähigkeiten, die aufgrund der Erkrankung und/oder der aktuell vorliegenden Situation nicht optimal zur persönlichen Lebensgestaltung genutzt werden
  • die Stärkung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen im Sinne einer Übernahme von Verantwortung für die eigene Person, aber auch für das Zusammenleben mit anderen Menschen
  • den Erwerb von neuen Ressourcen (Fähigkeiten die dazu nützlich sein können, die Herausforderungen des Lebens, aus eigener Kraft zu meistern)

 

Beispiele für Mittel und Methoden:

  • Erarbeitung eines integrierten Teilhabeplanes=ITP:
    (Beispiele für den Inhalt des Planes: Welche Veränderungen möchten Sie in Ihrem Leben bewirken? Was soll erhalten bleiben? Welche professionellen Helfer unterstützen Sie in welcher Weise bei Ihren Zielstellungen? Welche wertvollen Kontakte bestehen in Ihrem sozialen Netzwerk?)
  • Festgelegte Tätigkeiten zu festgelegten Zeiten
    Tages –und Wochenplan = Was macht wer, wann, wo, mit wem, wie lange?
  • Erlernen von Selbsthilfetechniken:
    Befähigung zur Selbsthilfe im Umgang mit Symptomen
  • Gesprächsgruppen:
    Schwerpunkte: Psychoedukation, Orientierung auf Gegenwart und Zukunft, Konfliktlösungen innerhalb der sozialen Gemeinschaft der FTS, Erarbeitung von potenziell Erfolg versprechenden Handlungsweisen zur  Bewältigung von herausfordernden Lebenssituationen
  • Arbeitstherapeutische Angebote:
    z.B. gärtnerische Tätigkeiten, Instandhaltungsarbeiten im und am Haus, Hausreinigung
  • Einsatz kreativer Gestaltungstechniken:
    ergebniszentriert, interaktiv, prozessorientiert Beispiele für Materialien: Holz, Farben, Ton, Stoff
  • Kognitives Leistungsstraining:
    Erhalt und Förderung der Hirnleistungsfunktionen, Förderung der Allgemeinbildung
  • AdL- Training = Aktivitäten des täglichen Lebens:
    z.B. Nahrungszubereitung, Wäschepflege, persönliche Körperhygiene
  • Angehörigengespräche:
    Nur nach vorheriger Einverständniserklärung einer Klientin und in Abstimmung mit dem Therapeutenteam. Schwerpunkte: Stabilisierung und Aktivierung von sozialen Beziehungen, Vermittlung von Kenntnissen zum jeweils vorliegenden Krankheitsbild.


Das Team:

In der Frauentagesstätte sind eine Diplompsychologin und
zwei staatlich geprüfte Ergotherapeutinnen beschäftigt.
Die Mitarbeiterinnen verfügen, entsprechend der rehabilitativen Maßnahmen, über Zusatzausbildungen in wissenschaftlich geprüften Methoden.