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Messie-Syndrom – Sammeln für die Seele

Das Christophoruswerk Erfurt, das Amt für Soziales und Gesundheit,  der Thüringer Landesverband Psychiatrieerfahrener e.V., die Fachhochschule Erfurt und das Trägerwerk Soziale Dienste Thüringen laden am Donnerstag, 3. August 2017, um 18 Uhr zum Erfurter Gespräch zur seelischen Gesundheit  zum Thema „Messie Syndrom – Sammeln für die Seele“ in die Alte Stadtmünze, Benediktplatz 1, ein.

 

In Deutschland leben schätzungsweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Messie-Syndrom, einem krankhaften Sammelzwang: Es werden Dinge gesammelt, die andere Menschen als wertlos oder überflüssig erachten. Als Folge dieses Sammelzwangs versinken die Betroffenen oft im Chaos.

"Dieses äußere Chaos ist oft Ausdruck einer psychischen Erkrankung“, erklärt Patricia Stock, Mitarbeiterin der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle des Christophoruswerks Erfurt . „Der Leidensdruck ist enorm hoch. Oftmals können die Betroffenen schon einfachste alltägliche Aufgaben nicht bewältigen, und auch die Menschen im unmittelbaren Umfeld sind von diesem Sammelzwang meist sehr in Mitleidenschaft gezogen.“

Im Rahmen des Gespräches zur seelischen Gesundheit wird Patricia Stock das Thema näher beleuchten. Hierzu sind alle Interessierten sowie insbesondere auch Angehörige von Betroffenen herzlich eingeladen. Darüber hinaus gibt es Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und Mitarbeitenden im psychosozialen Bereich.

Die Erfurter Gespräche zur seelischen Gesundheit finden seit 2002 jeden ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr in der Alten Stadtmünze statt. Es geht darum, unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen zu einem Thema miteinander zu besprechen und  voneinander zu lernen. Die nächste Gesprächsrunde am 7. September hat das Thema „Wege aus der Sucht“.



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