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Psychopharmaka – Fluch oder Segen?

Das Christophoruswerk Erfurt, das Amt für Soziales und Gesundheit,  der Thüringer Landesverband Psychiatrieerfahrener e.V., die Fachhochschule Erfurt und das Trägerwerk Soziale Dienste Thüringen laden am Donnerstag, 1. Juni 2017, um 18 Uhr zum Erfurter Gespräch zur seelischen Gesundheit  über „Psychopharmaka“ in die Alte Stadtmünze, Benediktplatz 1, ein.

Psychopharmaka haben keinen guten Ruf, und in vielen Köpfen herrscht Skepsis gegenüber Medikamenten wie Antidepressiva oder Angst vor Nebenwirkungen bis hin zu Abhängigkeit.

"Diese Sorge beruht vor allem auf mangelnder Information“, sagt Annette Weigelt, Leiterin der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle des Christophoruswerks. „Richtig ist, dass nicht jeder Mensch mit einer psychischen Erkrankung akut oder dauerhaft Medikamente benötigt. In manchen Fällen sind Psychopharmaka jedoch, verantwortungsbewusst und nach einer qualifizierten Diagnose eingesetzt, ein wichtiger Baustein in der Therapie psychischer Erkrankungen, insbesondere schwerer psychischer Störungen wie Schizophrenie oder Bipolarer Erkrankungen.“

Im Rahmen des Gespräches zur seelischen Gesundheit gibt Prof. Dr. med. Ralf Schlößer, Chefarzt des Fachbereichs Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am HELIOS Klinkum Erfurt, nähere Informationen zum Thema. Hierzu sind alle Interessierten sowie insbesondere Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen herzlich eingeladen. Darüber hinaus gibt es Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und Mitarbeitenden im psychosozialen Bereich.

Die Erfurter Gespräche zur seelischen Gesundheit finden seit 2002 jeden ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr in der Alten Stadtmünze statt. Es geht darum, unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen zu einem Thema miteinander zu besprechen und  voneinander zu lernen. Die nächste Gesprächsrunde am 6. Juli hat das Thema „Sommergestaltung“. Am 3. August geht es um das  Thema „Messie Syndrom – Sammeln für die Seele?“.

certi